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Blog Nr. 2 - Andreas Glemser goes Down Under 04.06.2014

Bin dann mal weg...

Die ersten Wochen im neuen Leben:

Change pur!!!!!

Hier ist alles anders!

Die Australier fahren auf der anderen Seite Auto, was fast zu dem ein oder anderen Unfall geführt hätte. Der Kauf eines Autos und dessen Anmeldung ist komplett anders wie in Deutschland. Und wenn man eine Wohnung mieten will, geht dies nur über einen Makler. 

Es ist sehr interessant, sich in einer Welt zu bewegen, in der erst mal vieles anders ist, wie gewohnt.

Man sehnt sich nach dem Gewohnten, fragt sich, warum machen die das so; wo ist der Sinn? Man wird unsicher, da vieles neu ist, fühlt sich alleine und weiß noch nicht, wen man zu was fragen kann.

In den ersten 4 Wochen haben wir uns schon gefragt, ob wir nicht bescheuert sind? Geben ein tolles, gewohntes, gut funktionierendes Leben in Deutschland auf, um hier wieder alles neu zu lernen und sich der neuen Sprache und Kultur anzupassen. 

Warum? 

Da gibt es schon den ein oder anderen Moment, in dem man überlegt heimzufliegen und das ganze Vorhaben abzubrechen. 

Die Neugier hat gesiegt!

Yes, wir bleiben. 

Interessant, wie schnell man es schafft, sich wieder eine neue, aber dann auch gewohnte Umgebung zu erarbeiten. 

Nach zwei Wochen, hatten wir eine kleine Wohnung, ein lustiges Auto und die Kinder gingen zur Schule. Es entstand ein geregelter Ablauf, welcher für Sicherheit sorgte. In dieser Komfortzone, waren wir nun in der Lage das Neue zu erkunden und zu erleben. 

Die gewaltigste Veränderung eines solchen Prozesses ist am Anfang und zwar geballt. Denn von heute auf morgen müssen sie anders handeln, ob sie wollen oder nicht. Denn nur dann können sie sich der neuen Umgebung und Kultur anpassen. Diese Verhaltensänderung fällt schwer und muss ganz oft wiederholt werden bis sie wirklich verinnerlicht ist. 

Die Gehirnforschung hat herausgefunden, dass eine Verhaltensänderung mindesten 40 mal erfolgreich wiederholt werden muss, bis diese verinnerlicht ist. 

Und ich kann dies 100 % bestätigen!

Letztendlich sind dies zwei Erfolgsfaktoren beim eigenen Changeprozess:

  1. Lass Dich auf das Neue ein!
  2. Wiederhole das Neue so oft wie möglich

Ich glaube die meisten Menschen scheitern am ersten Erfolgsfaktor. Wenn jemand immer mit dem Neuen hadert, dieses nicht gut findet oder dem Alten hinterhertrauert, wird er sich auf das Neue nicht einlassen bzw. die schönen Seiten der Veränderung nie erfahren. 

Zweitens Durchhaltevermögen. Der durchschnittliche Deutsche hört nach 3 Fehlversuchen auf, etwas Neues zu probieren, da er die Erfahrung gemacht hat, wenn man dreimal etwas versucht hat und es klappt nicht - dann klappt es nie!

Was für eine Fehleinschätzung!!!!!!!!

Beobachten Sie mal Kleinkinder, wie oft diese was Neues versuchen und wann sie aufgeben! Also haben wir Erwachsene diesen Optimismus verlernt? 

Ja, scheint so, denn unsere negativen Lebenserfahrungen führen dazu, dass die Neugier als Antrieb unseres Handeln nachlässt und es viel bequemer ist, die gleiche Erfahrung immer wieder zu machen. 

Wie langweilig!!!!!!!!!!  Wer hat denn die Welt verändert, die bequemen Normalen und Angepassten oder die Menschen, die neugierig sind, als Spinner gelten und Veränderungen eher interessant finden?

Lesen Sie im Blog 3, was wir erlebt haben in unserem persönlichen Changeprozess. 

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